Als Mann will ich ’nen Cowboy!

Vor über 50 Jahren trällerte Gitte Haenning ihre Verlangen nach einem Cowboy heraus. Jetzt können das auch nicht schwule Männer tun, ohne ihre sexuelle Orientierung überdenken zu müssen. Das „COWBOY“ der belgischen Firma Cowboy SA ist das neue Sensuchtsobjekt für die gepflegten urbanen Herren die bisher, mit den „Renter“-Modellen auf der einen Seite und den hypersportlichen E-MTBs auf der anderen, auf dem Markt für E-Bikes nicht glücklich wurden.

Gediegenes schwarz matt, im aufgeräumten „van Moof-“ Design mit hipper Gravel-Bike Anmutung. 250W Hinterradnabenmotor und 70 km Reichweite. Einem Riemenantrieb, Scheibenbremsen und im Rahmen integriertes Licht. Allerdings keine serienmäßigen Schutzbleche, was das Rad zum daily driver gemacht hätte, aber die gibt es vielleicht bald als Zubehör? Und schliesslich die unvermeidliche App für die Kontrollfreaks. Damit nicht nur Google weiss wo das Fahrrad steht, sondern auch der Eigentümer. Ist doch schön.

Gute Fahrt!


https://cowboy.com
https://www.youtube.com/watch?v=O30iggYXKZU

P.S. Der eigentliche Grund warum es hier Erwähnung findet war ursprünglich, dass es, wie bei den vanMoof Rädern (mit Schutzblechen), alternativ zum Kauf auch ein Mietmodell angeboten wird. Sorry, Gitte!

Servolenkung fürs Rad

Tüftler der Technischen Universität Delft (Holland) haben in Kooperation mit dem Hersteller Gazelle (auch Holland) den Prototyp einer Lenkunterstützung für das Fahrrad entwickelt. Nicht weil das Lenken selbst zu schwer wäre, sondern um die Stabilität zu erhöhen also das Umfallen zu verhindern. Früher hatten eher Fahranfänger Probleme damit und bekamen dann ggf. Stützräder verpasst. Für Erwachsene ohne Handicap ist das heute keine Option, auch wenn einige mit den Handling ihrer extra schweren E-Bikes hadern. Aber wenn’s hilft. Wir freuen uns schon jetzt auf einen Elchtest fürs Rad.

https://www.elektormagazine.de/news/smarter-lenkassisient-verhintert-sturze-mit-dem-fahrrad

Bicycle Architecture Biennale

https://bycs.org/

Wieder die Holländer! Die Bicycle Architecture Biennale (BAB) ist ein Wettbewerb für fahrradfreundliche Architektur und Infrastruktur. Da unsere Nachbarn sich damit mal wieder bestens auskennen ist es nicht überraschend, dass dort nicht nur die Idee herkommt sondern auch mit Amsterdam, der ideale Austragungsort gefunden wurde.
Oldenburg hat sicher eher kein taugliches Projekt dazu beizutragen, aber schauen „Was geht?“ sollte man vielleicht mal.

Bicycle Architecture Biennale 2019-2020

https://www.detail.de/blog-artikel/call-for-submissions-bicycle-architecture-biennale-2019-2020-33869/

Tour de Force vs. France

Die Deutschen haben „Stadtradeln“, die Holländer gleich eine Agenda um das ganze Land voranzubringen. Mit den folgenden bescheidenen Zielen:

  • Die Niederlande zur führenden Fahrradnation zu machen
  • Mehr Raum für Fahrräder in den Städten zu schaffen
  • Die Qualität der wichtigsten und meist frequentierten Fahrradstrecken deutlich aufzuwerten.
  • Den Übergang vom Fahrrad zu anderen Fortbewegungsmitteln optimieren, insbesondere zu E-Bikes und pedal- /elektrogetriebenen Stadtfahrzeugen
  • In Fahrradpromotion
  • Weniger Fahrradunfälle
  • Weniger gestohlene Fahrräder
  • Wissen verbesser
  • Teil einer umfassenden Umweltagenda

Tour de Force

Blaue Reifen

Blaue Reife für Fahrräder gibt es schon länger, natürlich sind auch andere Farben verfügbar. Aktuell haben Kenda, Dutch Perfect, Schwalbe und Panaracer etc. solche Reifen im Programm. – Bla, bla, bla … aber wen interessiert das bzw. wer braucht das?

. . . Anlass dieser Erwähnung ist natürlich keine Markterhebung über bunte Reifen, sondern das verstärkte Auftreten blau bereifter Räder im Stadtbild und das nicht nur in Oldenburg. Ursache dafür ist nicht ein modischer Spleen der Zweiradbranche sondern die Leasing/Miet-Räder des holländischen Unternehmens ‚Swapfiets‘. Regional schwanken die Tarife, aber in Oldenburg kann man dort z.B. für monatl. EUR 17,50 ein Rad mieten, dass u.A. durch eben einen blauen Vorderreifen zu erkennen ist. Das Angebot erscheint für nicht wenige Menschen attraktiv, Oldenburger Studenten finden es auf jeden Fall gut, sie bekommen zudem noch einen Rabatt.

Anders als bei den anderen Leihrädern, mietet man bei ‚Swapfiets‘ das Rad auch nicht tage- oder Stundenweise sondern für immer ganze Monate. Darüber hinaus gibt es eine Art Mobiltätsgarantie für das geliehene Eigentum (z.B. Reparatur innerhalb von 12h oder Austausch). Ausserdem wird kein Bewegungsprofil generiert. Wie auch allgemein im Gegensatz zu den etablierten Leihsystemen, relativ wenig Daten eingesammelt werden.- Klingt alles gut, aber etwas Skepsis ist dennoch angebracht, denn da es sich um ein anschubfinanziertes Start-up handelt und nicht klar ist, ob ein tragfähiges Konzept dahinter steht oder es sich nur eine temporäre Erscheinung handelt und die Blauräder bald wieder verschwinden. – Der regionale Fahrradhandel ist auf jeden Fall schon mal aussen vor und wundert sich ein Wenig.